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Glossar

Wenn Sie einen Fachbegriff im Glossar nicht finden, so bin ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir dies per e-mail mitteilen. Ich werde Ihnen den Begriff per e-mail erklären (siehe unter Nutzungsbedingungen) und mich bemühen, die Erläuterung dazu baldmöglichst im Glossar zu integrieren.

 

Abszess
Bakterielle Infektion, die zur Gewebe-Einschmelzung führt, weswegen Antibiotica alleine nicht zur Heilung führen. Typische Indikation für ein chirurgisches Vorgehen: die Inzision, z.B. bei Paronychie oder Perianalabszess.
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Adhäsiolyse
Lösen von Verwachsungen (im Bauchraum) oder Verklebungen (in Gelenken). Wird heute meist laparoskopisch resp. arthroskopisch angeboten.
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Ambulant
Eingriff ohne die Notwendigkeit eines Spitalaufenthaltes, d.h. ohne Übernachtung im Spital. Sie treten für die Operation auf die Tagesklinik ein und verlassen das Spital am Abend des Operationstages wieder. Reservieren Sie sich bitte für alle Eingriffe, die nicht in Lokalanästhesie durchgeführt werden, den ganzen Tag. Siehe auch SDS und stationär.
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Analgeticum
Schmerzmittel. Plural: Analgetica
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Anästhesie
Ursprünglich 'Schmerzfreiheit': umfasst alle Verfahren der Schmerzausschaltung von der Regionalanästhesie bis zur Vollnarkose.
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Antibioticum
Mittel gegen Bakterielle Infektionen. Plural: Antibiotica. Unwirksam bei durch Viren hervorgerufenen Infektionen. Bei Abszessen verhindern Antibiotica nur die Streuung der bakterien, führen aber in der Regel nicht zu einer Heilung.
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Antikoagulation
Blutverdünnung: kurzfristig durch Gabe von subkutanen Spritzen (siehe Thromboembolie-Prophylaxe), langfristig durch Tabletten, die gerinnungshemmende Substanzen enthalten. Die orale Antikoagulation muss durch regelmässige Bestimmung des Quick kontrolliert werden.
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Appendektomie
"operative Entfernung des Wurmfortsatzes; kann offen oder laparoskopisch durchgeführt werden"
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Appendix
im Volksmund 'Blinddarm', eigentlich Wurmfortsatz am blind beginnenden Dickdarmanfang im rechten Unterbauch
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Appendizitis
Blinddarmentzündung
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Arterie
Vom Herzen wegführendes Gefäss. Führt dem Körper sauerstoffhaltiges Blut (und der Lunge verbrauchtes) zu. Leitet den Herzschlag als fühlbaren Puls fort, deswegen auch Schlagader genannt.
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Arthrose
Gelenkserkrankung, die durch zunehmenden Knorpelverlust gekennzeichnet ist, welcher spontan oder als Folge einer Verletzung eintreten kann. Die Verhinderung der Ausbildung einer Arthrose ist das Ziel der Chirurgie der Gelenke und der Behandlung von Gelenksbrüchen, der schliesslich notwendige künstliche Gelenksersatz ist dann Aufgabe des Facharztes für Orthopädie.
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Arthroskopie
Gelenksspiegelung: videounterstützte Operationstechnik mittels mehrerer kleiner Schnitte (max. 12 mm) in der Gelenkskapsel. In absteigender Häufigkeit angewendet an Knie, Schulter, oberem Sprunggelenk und Ellbogen.
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arthroskopisch
siehe Arthroskopie
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Autotransfusion
Übertragung von körpereigenem Blut während einer Operation, indem dieses aus dem Operationsgebiet abgesaugt, gewaschen und direkt wieder dem Gefässsystem zugeführt wird. Diese Technik hat keines der - kleinen - Risiken der Transfusion von Fremdblut.
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Bakterien
bakteriell, das Bakterium. Bakterien sind Kleinstlebewesen, die sich im Gegensatz zu Viren in einer geeigneten Umgebung selbst vermehren können. Bakterielle Infektionen entstehen entweder durch direkte Schädigung des Gewebes oder durch die Bildung von Giftstoffen.
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Bauchspiegelung:
videounterstützte Operationstechnik mittels mehrerer kleiner Schnitte (max. 12 mm) in der Bauchwand, z.B. zur Entfernung der Gallenblase, des Blinddarmes etc.
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Blinddarm
siehe Wurmfortsatz
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BMI
body mass index: Körpergewicht (in Kilogramm) dividiert durch die Körpergrösse (in Meter) im Quadrat. Ab einem BMI von 40 kg/m2 spricht man von krankhaftem Übergewicht.
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Bruch
siehe Hernie
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Bruchinhalt
Inhalt des Bauchraumes (z.B. Fettgewebe, Dünn- oder Dickdarm, Eierstock etc.), der in den Bruchsack eintritt und in der Bruchpforte eventuell eingeklemmt wird
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Bruchpforte
anatomisch vorgegebene (Samenleiter, Gefässdurchtritt etc.) oder durch Überlastung erworbene Lücke in der Bauchwand
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Bruchsack
Bauchfell, das sich durch die Bruchpforte vorwölbt und damit die Wand des Bruches bildet
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Chemotherapie
medikamentöse Behandlung von Krebsleiden.
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Cholezystektomie
"operative Entfernung der Gallenblase; kann offen oder laparoskopisch durchgeführt werden "
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Colonoskopie
Dickdarmspiegelung: siehe Endoskopie
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Computer-Tomographie (abgekürzt CT)
Computertomographie: Schichtröntgenverfahren, das insbesondere bei Erkrankungen von Brust- und Bauchraum und im Gelenksbereich angewendet wird.
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direkte Frakturheilung
Alle Verfahren, bei denen die Zone des Knochenbruches direkt eröffnet wird, führen zur direkten Heilung ohne Kallus ('Knochenleim'): Schrauben und Platten, insbesondere im Gelenksbereich.
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Dornwarze
siehe Warze
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EDA
Epiduralanästhesie, siehe PDA
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Eiter
Ansammlung von Bakterien, weissen Blutkörperchen und zerstörtem Gewebe bei einer bakteriellen Infektion. Aufgrund des Gewebeunterganges kommen Antibiotica nicht mehr in den Eiter hinein.
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Embolie
Verschleppung von Anteilen einer Thrombose. Am gefährlichsten ist die Lungenembolie als Folge einer tiefen Venenthrombose. Embolien kommen aber auch in Arterien vor, am häufigsten bei Vorhofflimmern. Siehe auch Thromboembolie-Prophylaxe.
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Endoskopie
Spiegelung einer Körperhöhle über eine natürliche Körperöffnung, in der Regel ohne Anästhesie möglich.
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Femoralhernie
Schenkelbruch: die Bruchpforte liegt entlang der Gefässe, die unterhalb des Leistenbandes zum Oberschenkel  ziehen
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Fixateur externe
Äussere Fixation durch Metallschrauben, die zu beiden Seiten eines Bruches über kleinste Schnitte in den Knochen eingeschraubt und dann untereinander mit Kohlefaserstäben verbunden werden, welche röntgendurchlässig sind. Siehe auch indirekte Frakturheilung.
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FNP
Feinnadelpunktion, siehe Zytologie
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Fraktur
Knochenbruch
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Gallenblase
Speicherorgan für die Galle, die zur Verdauung notwendig ist. Da die Galle in der Leber gebildet wird, kann die Gallenblase operativ entfernt werden, wenn sie Gallensteine enthält, ohne dass dies Folgen für die Verdauung hat.
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Gallensteine
Ausfällungen von Gallesalzen und Cholesterin in der Gallenblase, die zu Koliken und / oder Entzündungen führen können.
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Habituell
siehe Luxation
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Hemi-
in Zusammensetzungen: halbseitig
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Hernie
Bruch: besteht aus Bruchpforte, Bruchsack und Bruchinhalt
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Hiatushernie
Zwerchfellbruch: die Bruchpforte ist die - erweiterte - Lücke für Speiseröhre und Hauptschlagader zwischen den Zwerchfellschenkeln, durch die als Bruchinhalt Anteile des Magens (und ggf andere Bauchorgane wie Dickdarm oder Milz) aus dem Bauchraum in den Brustraum hochgleiten
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Histologie
feingewebliche Untersuchung von Zellverbänden, die durch eine Stanzbiopsie oder durch die operative Entfernung von Organteilen gewonnen worden sind.
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Hydrozele
Wasserbruch: Flüssigkeitseinschluss in der Bauchfellhülle des Hodens.
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i.m.
Abkürzung für intramuskulär
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Impfung
Verfahren, um durch Spritzen oder Schlucken von abgetöteten Keimen - meist Viren - die körpereigene Abwehr anzuregen, damit der Körper bei Kontakt mit dem Erreger der bekämpften Erkrankung nicht oder nicht allzu schwer erkrankt.
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Impingement
Entzündung des Schleimbeutels und der Sehnen der Rotatorenmanschette durch den Engpass beim Durchtritt der Sehnen unterhalb des Schulterblattes, was bei Versagen der konservativen Behandlung heute arthroskopisch behandelt werden kann.
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Indikation
Die Indikation zu einer Operation wird gestellt, wenn der Arzt diese für sinnvoll und notwendig hält.
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indirekte Frakturheilung
Alle Verfahren, bei denen die Zone des Knochenbruches nicht direkt eröffnet wird, führen zur indirekten Heilung über Kallus ('Knochenleim'): Fixateur externe, Gipsbehandlung, Marknagelung, Prévotnagelung etc.
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Infektion
Erkrankung, die durch den Befall mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Protozoen (z.B. Würmern) ausgelöst wird. Kann lokalisiert auftreten, z.B. als Abszess oder Warze, ist aber häufig begleitet von Unwohlsein und Fieber als Ausdruck der Beteiligung des gesamten Körpers.
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Infiltration
Einwachsen von malignen Zellen in umliegendes Gewebe, wodurch dieses nach und nach zerstört wird. Typisches Kennzeichen von Krebs.
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Infusion
Gabe von Flüssigkeit oder Medikamenten durch Einlage eines Plastikröhrchens in eine Armvene. Damit besteht jederzeit ein intravenöser Zugang.
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Inguinalhernie
Leistenbruch: die Bruchpforte liegt beim Durchtritt des Samenleiters durch die Bauchwand (indirekter Leistenbruch) oder mehr gegen die Mittellinie (direkter Leistenbruch)
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Intensivstation
siehe IPS
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intramuskulär
Abkürzung i.m.: Medikamentengabe durch Spritze in einen Muskel. Häufig bei Impfungen oder zur Prämedikation vor einer Anästhesie.
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intravenös
Abkürzung i.v.: Medikamentengabe über eine Vene direkt in den Kreislauf. Häufigste Form der Medikamentengabe im Akutspital, meist über eine bereits bestehende Infusion.
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Insuffizienz
Funktionsabnahme oder sogar -verlust
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IPS
Intensivpflegestation: Versorgungseinheit eines Spitals, wo durch einen höheren Personalschlüssel pflege- und behandlungsintensive Therapien wie Beatmungen möglich sind.
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i.v.
Abkürzung für intravenös
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Inzision
Schnitt, z.B. bei Abszessen, um dem Eiter Abfluss nach aussen zu verschaffen.
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Kallus
'Knochenleim': wolkenförmige, spindelige Verdickung des Knochens auf dem Röntgenbild im Bereich des Bruches im Rahmen der indirekten Frakturheilung.
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Kolik
wellenförmige, krampfartige, stärkste Schmerzen bei Verlegung eines Hohlorganes
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Kontraktion
Zusammenziehen eines Muskels, auch bei muskelhaltigen inneren Organen (Herz, Gebärmutter, Darm) verwendet.
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Krebs
Bösartige Entartung von Zellen eines Organes, welche daraufhin lokal ungehemmt wachsen, in die Umgebung infiltrieren und Metastasen bilden können.
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Kreuzbandplastik
Bei Kreuzbandrissen und ungenügender Stabilität des Kniegelenkes (wiederholtes Einknicken) wird das Kreuzband mit körpereigenem Sehnengewebe (kein Plastik !) ersetzt. Wird heute meist arthroskopisch durchgeführt.
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Labor
Versorgungseinheit eines Spitals, wo rund um die Uhr Bestimmungen von Blut- und Urinwerten möglich sind. Ausserdem wird vom Labor Blut zur Transfusion bereitgestellt.
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Laparoskopie
Bauchspiegelung: videounterstützte Operationstechnik mittels mehrerer kleiner Schnitte (max. 12 mm) in der Bauchwand, z.B. zur Entfernung der Gallenblase, des Blinddarmes etc.
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Laparoskopisch
siehe Laparoskopie
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Leistenbruch
siehe Inguinalhernie
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Lokalanästhesie
Schmerzbefreiung durch Einspritzen eines Medikamentes in die direkte Umgebung der geplanten Operation, z.B. an Fingern und Zehen oder zur Entfernung kleinerer Hautveränderungen.
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Lungenembolie
Einschwemmen von Thromben aus dem Venensystem in die Lungenstrombahn. Früher häufig tödlich verlaufende Komplikation einer Venenthrombose, heute dank der Thromboembolie-Prophylaxe selten geworden.
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Luxation
Verrenkung, Ausrenkung eines Gelenkes. Das Wiedereinrenken erfordert in der Regel eine Kurznarkose. Renkt ein Gelenk wiederholt auch bei Bagatell-Anlässen aus, so spricht man von habitueller Luxation. Ein solches Gelenk muss operativ stabilisiert werden.
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Lymphadenektomie
Entfernen der Lymphknoten einer Organregion, meist bei Befall des betreffenden Organes durch Krebs.
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Lymphbahnen
Neben Venen und Arterien bestehendes drittes System, das Gewebeflüssigkeit aus einer bestimmten Körperregion sammelt.
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Lymphknoten
Ansammlung von Abwehrzellen in den Lymphbahnen, die Filterfunktion haben und sich bei Entzündungen oder Krebs in der betreffenden Körperregion vergrössern.
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Magenbandoperation
Operative Technik der Magenverkleinerung zur Behandlung des krankhaften Übergewichtes, welche laparoskopisch durchgeführt werden kann. Wird am See-Spital nicht mehr angeboten.
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Magenbypass
Operative Technik der Magenverkleinerung und der teilweisen Umgehung von Magen und Dünndarm zur Behandlung des krankhaften Übergewichtes. Zur Reduktion der Aufnahmekapazität wie beim Magenband kommt hier die Reduktion der Aufnahmestrecke und der Kontaktzeit hinzu, sodass diese sehr aufwändige Technik den schweren Formen des krankhaften Übergewichtes (BMI über 45 kg/m2) vorbehalten bleibt. Wird am See-Spital nicht mehr angeboten.
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maligne
bösartig
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Mamma-Chirurgie
Chirurgie der weiblichen Brustdrüse, meist wegen Krebsverdacht. In diesem Bereich ist die enge Zusammenarbeit zwischen Röntgenarzt, Chirurge, Pathologe und Onkologe unabdingbar. Dadurch kann heute die betroffene Brust fast immer erhalten werden.
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Marknagel
Operative Stabilisierung eines gebrochenen Röhrenknochens durch Einbringen eines entsprechend vorgebogenen Metallrohres als innere Schienung in den Markraum, das mittels Bolzen an beiden Enden gegen das Verdrehen gesichert wird. Siehe auch indirekte Frakturheilung.
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Meniskus
Halbmondförmige 'Stossdämpfer' zwischen Ober- und Unterschenkel auf der Innen- und Aussenseite des Kniegelenkes, welche infolge einer Verletzung oder von Alterungsvorgängen einreissen können und dann typische Beschwerden machen. Die operative (Teil-)Entfernung erfolgt heute meist arthroskopisch.
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Metastase
Ableger eines malignen Tumors, auch 'Tochtergeschwulst' genannt. Eine Metastase kann auf dem Blutweg (hämatogen) oder auf dem Lymphweg (lymphogen) entstehen.
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MRI
magnetic resonance imaging: ähnlich dem CT, jedoch ohne Röntgenstrahlung. Erlaubt die Darstellung von Weichteilen, die dem Röntgen entgehen (z.B. Bänder, Meniskus, Rückenmark etc.).
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Narbenbruch = Narbenhernie
Narbenbruch: die Bruchpforte ist hier eine Lücke in der Bauchwand im Bereich eines vormaligen Operationszuganges
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Narkose
als Begriff für die ärztliche Disziplin siehe Anästhesie, als solcher für das Verfahren siehe Vollnarkose
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Nierensteine
Ausfällungen von verschiedenen harnpflichtigen Substanzen, am häufigsten von Kalzium-Oxalaten, die zu Koliken, Infektionen und / oder Blutungen führen können.
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Notfall
Erkrankung oder Verletzung, deren Behandlung innerhalb einer bestimmten Zeitgrenze erfolgen muss, um ein optimales Resultat zu erreichen. Sie können sich auch bei Notfällen durch mich behandeln lassen, indem Sie dies dem Team der Notfallstation des See-Spitals Horgen mitteilen.
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Notfallstation
Versorgungseinheit eines Spitals, wo rund um die Uhr ein Arzt und eine Fachschwester anwesend sind, um sich um die Notfälle zu kümmern. Hier erfolgt die erste Abklärung (Röntgen, Labor etc.) und die Planung der definitiven Versorgung, welche dann von klinikeigenen Chirurgen oder von Belegärzten übernommen wird.
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Onkologie
Lehre von der medikamentösen Behandlung von Krebsleiden.
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OPS
Kürzel für Operationssaal: Versorgungseinheit eines Spitals, wo operative Eingriffe durchgeführt werden. Sowohl technisch (Lüftung, Sterilität, Ausrüstung etc.) wie personell hochspezialisiert.
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oral
zum Mund gehörig, bei Medikamenten als Tablette oder Dragée zum Schlucken. Abkürzung: p.o. Gegensatz: parenteral
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Osteosynthese
operative Stabilisierung gebrochener Knochen
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Panendoskopie
Magenspiegelung: siehe Endoskopie
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parenteral
Medikamentengabe subkutan, intramuskulär oder intravenös, also nicht oral.
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Paronychie
Bakterielle Infektion am Nagelwall, umgangssprachlich 'Umlauf ' genannt.
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partiell
teilweise
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Pathologie
Lehre von den krankhaften Veränderungen der Organe, in der klinischen Anwendung meist durch zytologische oder histologische Untersuchung operativ entnommener Organteile.
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PDA
Periduralanästhesie: ein Verfahren der Regionalanästhesie, bei dem die rückenmarksnahen Nerven zeitweilig blockiert werden. Damit lassen sich Eingriffe im Unterbauch und an den Beinen durchführen
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Perianalabszess
Abszess am Gesäss in Afternähe, der in der Regel durch verbleibende Stuhlpartikel in einer Schleimhauttasche des Enddarmes oder bei entzündlichen Darmerkrankungen entsteht.
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Pflege
Die enge Zusammenarbeit zwischen ärztlichem und Pflegedienst ist für die Genesung der PatientInnen unabdingbar. Dabei ist es wesentlich, dass Standards und Richtlinien, aber auch Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen beider Seiten gegenseitig bekannt sind. Dies ist einer der Hauptgründe, weswegen ich ausschliesslich am See-Spital Horgen operiere, wo ich die Pflegenden seit Jahren kenne - und diese mich ...
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Plexus
Regionalanästhesie, bei der die zum Arm führenden Nervenstämme zeitweilig blockiert werden.
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Pneumothorax
Luft zwischen Brust- und Rippenfell durch einen Riss an der Lunge, wodurch die Lunge sich nicht mehr entfalten kann.
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p.o.
Abkürzung für peroral, also für alle Medikamente, die geschluckt werden können.
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Prämedikation
Gabe von Medikamenten zur Vorbereitung auf eine Anästhesie, meist eine Kombination eines Analgeticums und eines Beruhigungsmittels.
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Prévotnagelung
Operative Stabilisierung eines gebrochenen Röhrenknochens durch Einbringen von zwei gegensinnig gebogenen Federnägeln aus Titan zur Behandlung von kindlichen Knochenbrüchen. Siehe auch indirekte Frakturheilung.
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Quick
Gerinnungsmessung zur Steuerung der oralen Antikoagulation. Abhängig von der Ernährung, von der Wirkung anderer Medikamente und von der Dosis des Antikoagulans.
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Radiologie
siehe Röntgen
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Refluxkrankheit

Durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre bedingte Erkrankung, die vom Sodbrennen bis zur schweren Speiseröhrenentzündung reicht. Die Krankheit kann bei Versagen der medikamentösen Therapie operativ behoben werden, was auch laparoskopisch möglich ist.
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Regionalanästhesie
Alle Anästhesieverfahren, bei denen nur eine Körperregion unempfindlich gemacht wird (z.B. Plexusanästhesie, PDA etc.), im Gegensatz zur Vollnarkose.
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Röhrenknochen
röhrenförmige Knochen, z.B. Oberarm, Oberschenkel, Schienbein etc.
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Röntgen
Hauptdisziplin der Radiologie, mit der Knochen und nach Kontrastmittelgabe auch Hohlorgane (Gefässe, Magendarmtrakt und ableitende Harnwege) dargestellt werden können.
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Rotatorenmanschette
Zusammenhängende Gruppe von Sehnen, die den Oberarmkopf wie eine Manschette umfassen und den Arm anheben und nach innen und aussen drehen. Durch den Engpass beim Durchtritt der Sehnen unterhalb des Schulterblattes können diese verletzt werden, was bei Versagen der konservativen Behandlung heute arthroskopisch oder zumindest mini-open (Schnittlänge ca. 4 cm) behandelt werden kann.
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same day surgery
siehe SDS
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s.c.
Abkürzung für subkutan
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Schenkelbruch
siehe Femoralhernie
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Schlagader
siehe Arterie
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'Schlüsselloch'-Technik
Diagnostische Verfahren, bei denen Körperhöhlen über mehrere kleine Schnitte (max. 12 mm) zugänglich gemacht werden. Nach Auffüllen mit Gas (Bauch- und Brustraum) oder Flüssigkeit (Gelenke) sind darin dann operative Eingriffe möglich. Siehe auch Arthroskopie, Laparoskopie, Thorakoskopie.
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SDS
same day surgery: Eintritt für einen stationären Eingriff am Operationstag selbst. Kommt für PatientInnen ohne schwere Zusatzerkrankungen bis zum 65. Lebensjahr in Frage. Siehe auch ambulant und stationär.
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'second opinion'
Von verschiedenen Versicherern vorgeschriebene Einholung einer Zweitmeinung vor einer Operation, bevor diese eine Kostengutsprache leisten. Der die Zweitmeinung abgebende Arzt darf die Behandlung nicht selber übernehmen, weswegen man sich gut überlegen muss, wo man diese einholt: sinnvollerweise stellt der Chirurge der Wahl die Indikation zur Operation, und ein anderer Arzt (z.B. der Hausarzt) bestätigt diese mit seiner Zweitmeinung.
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Sonographie
Die röntgenstrahlenfreie Untersuchung des Körpers mittels Schallwellen, insbesondere zum Nachweis von Galle- und Nierensteinen oder Organveränderungen (z.B. Krebsableger in der Leber), aber auch zur Untersuchung von Gefässen und zur Schwangerschaftskontrolle.
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Stabilisierung
Bei habituellen Luxationen von Schulter, Sprunggelenk und Knie muss das entsprechende Gelenk operativ stabilisiert werden, um wiederholten Luxationen und damit der Entwicklung einer Arthrose vorzubeugen. Am häufigsten muss die habituelle Luxation der Schulter operativ versorgt werden, was heute in der Regel arthroskopisch möglich ist.
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Stationär
Notwendigkeit für einen Spitalaufenthalt, d.h. mindestens eine Übernachtung im Spital. Bei geplanten Operationen: Eintritt am Vortag des Operationstages, bei zeitaufwendigen Vorbereitungen ev. mehrere Tage vor der Operation. Siehe auch ambulant und SDS
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Sternotomie
Eröffnen des Brustraumes über einen Längsschnitt mit Durchtrennung des Brustbeines.
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Strumektomie
Entfernung der knotig umgewandelten Anteile einer vergrösserten Schilddrüse über einen queren Schnitt am Hals.
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subkutan
Abkürzung s.c.: das Unterhautfettgewebe betreffend. Bei Medikamenten die Gabe durch eine Spritze knapp unter die Haut. Häufig verwendet für Analgetica und für die Thromboembolie-Prophylaxe, also für Medikamente, deren Wirkung eine gewisse Zeit lang anhalten soll.
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Transfusion
Übertragung von Blut, heute meist von Blutbestandteilen, aus geprüften Blutspenden. In der heutigen Chirurgie wird durch blutsparende Techniken und die Möglichkeit der Autotransfusion Fremdblut ausserordentlich sparsam eingesetzt.
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Traumatologie 
Trauma: griechisch für Verletzung: siehe Unfallchirurgie
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Thorakotomie
Eröffnen des Brustraumes über einen Schnitt zwischen zwei Rippen. Vergleiche auch Thorakoskopie.
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Thorakoskopie
Spiegelung des Brustraumes: videounterstützte Operationstechnik mittels mehrerer kleiner Schnitte (max. 12 mm) in der Brustwand, z.B. zur Behandlung von Eiterungen des Brustfelles, Pneumothorax etc.


Thrombose
Verschluss eines Gefässes, sehr viel häufiger bei Venen, selten auch bei (bereits vorgeschädigten) Arterien. Die beiden Hauptrisiken der Venenthrombose sind in der Akutphase die Embolie und langfristig die Zerstörung der Venenklappen. Siehe auch Thromboembolie-Prophylaxe.
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Thromboembolie-Prophylaxe
Gabe von gerinnungshemmenden Substanzen als subkutane Spritzen, womit die Bildung von Venenthrombosen vermindert und das Risiko von Lungenembolien verkleinert werden kann. Seit diese bei jedem Spitalaufenthalt routinemässig angewendet werden, ist die tödlich verlaufende Lungenembolie - früher eine häufige Todesursache im Spital - extrem selten geworden.
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Thyreoidektomie
Entfernung der gesamten Schilddrüse über einen queren Schnitt am Hals.
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total
vollständig
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Übergewicht (krankhaftes)
Personen mit einem BMI von über 40 kg/m2 leiden an krankhaftem Übergewicht, das zu vielen Folgekrankheiten führt (hoher Blutdruck, Blutzucker, Stoffwechselstörungen, Gelenkveränderungen usf.). In bestimmten Fällen kann diesen PatientInnen mit einer Operation (Magenbandoperation, Magen-bypass etc.) geholfen werden.
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Ulcus cruris
Sogenannte 'offene Beine': durch Zerstörung der Venenklappen steigt der Druck im tiefen Venensystem an, bis schliesslich der Abfluss aus der darüberliegenden Haut nicht mehr gewährleistet ist und diese deswegen aufbricht.
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Ultraschall
siehe Sonographie
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Unfallchirurgie
Lehre der Behandlung von Verletzungen, in erster Linie solchen des Bewegungsapparates (Knochenbrüche, Gelenksverletzungen etc.). Dies schliesst die verschiedenen Verfahren der Osteosynthese ebenso ein wie die arthroskopische Rekonstruktion von Gelenksverletzungen, aber auch die konservative Behandlung von Frakturen und Luxationen.
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Varizen
Erweiterungen von Venen durch Klappeninsuffizienz, womit das Blut durch die umgebende Muskulatur nicht mehr herzwärts bewegt wird, sondern zu einer Ausweitung des betroffenen Venenabschnittes führt.
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Vene
Zum Herzen führendes Gefäss. Transportiert verbrauchtes Blut aus dem Körper zum Herzen (und sauerstoffgesättigtes aus der Lunge zum Herzen). Pulslos, aber klappenhaltig, damit das Blut durch die Betätigung der Muskulatur fortbewegt werden kann.
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Venenklappe
Segelförmige Verschlussmechanik der Venen, womit das Blut beim Zusammendrücken der Vene durch die Muskulatur nur in einer Richtung, nämlich herzwärts, transportiert wird. Bei Schädigung der Klappen - oft familiär gehäuft oder infolge einer Venenthrombose - enstehen Varizen oder sogar ein Ulcus cruris, sogenannte 'offene Beine'.
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Viren
viral, das Virus. Kleinste Eiweisskörper, die zu ihrer Vermehrung die Zellen eines Wirtes benötigen, der dadurch erkrankt. Typische Beispiele für durch Viren verursachte Infektionen sind Röteln, Masern, Mumps, Grippe etc.
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Viszeralchirurgie
Lehre der Behandlung von Erkrankungen der inneren Organe. Umfasst die Teilgebiete der Chirurgie der Speiseröhre, des Magens, von Dünn-, Dick- und Enddarm, von Leber und Gallewegen, der weiblichen Brustdrüse und der hormonproduzierenden Organe (z.B. Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse etc.) sowie der Bauchwand.
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Vollnarkose
Anästhesieverfahren, bei dem - im Gegensatz zur Regionalanästhesie - das Bewusstsein ausgeschaltet wird. Heute werden die Schmerzübertragung, die Muskelaktivität und das Bewusstsein - je nach aktueller Erfordernis der Operationssituation - meist selektiv blockiert.
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Vorhofflimmern
abgekürzt VHF: ungeordnete, rasche Kontraktion der Vorhöfe des Herzens. Eine der häufigsten Rhythmusstörungen. Führt oft zu Thrombosen des Herzens, die wiederum zu Embolien führen können (Hirnschlag, Arterienverschluss). Um dies zu verhindern, wird eine orale Antikoagulation eingesetzt.
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Warze
Durch Viren verursachte lokale Hautveränderung, die bei Lokalisation an der Fussohle als Dornwarze sehr schmerzhaft sein kann. Bei Versagen der vielen anderen Therapiemöglichkeiten können Warzen auch chirurgisch entfernt werden.
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Wasserbruch
siehe Hydrozele
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Wurmfortsatz
im Volksmund 'Blinddarm': kleinfingerförmiger Fortsatz am blind beginnenden Dickdarmanfang im rechten Unterbauch
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Zwerchfellbruch
siehe Hiatushernie
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Zytologie
feingewebliche Untersuchung von Zellen, die durch Punktion mit einer feinen Nadel gewonnen worden sind.
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